Kostbare Arktis

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Die Arktis ist zu kostbar, um Ölunfälle zu riskieren

Der Ölkonzern Shell wirbt derzeit mit dem Slogan "Das Leben ist zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen". Wir finden, dass die Arktis zu kostbar ist, um Ölunfälle zu riskieren.

Seit heute Morgen schmücken Greenpeace-Aufkleber Shells Plakate in Kassels Innenstadt und kontern somit den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens.

Das Gebiet, in dem Shell nun zum zweiten Mal nach Öl bohren will und die US-Regierung bereits grünes Licht gegeben hat, ist eine der letzten unberührten Regionen der Erde - und muss es auch bleiben. Shell nahm dort schon 2012 Probebohrungen vor, musste das Projekt jedoch aufgrund von mehreren schweren Pannen abbrechen.

Die Risiken für die Umwelt sind extrem: Die US-Regierung schätzt bei diesen tiefen Temperaturen die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Unfall auf 75 Prozent! Es gibt keine Methode, Öl aus eisbedeckten Gewässern wieder zu entfernen.
Wenn wir den Klimawandel begrenzen wollen, dürfen die arktischen Ölvorkommen gar nicht ausgebeutet werden. 30% des Erdöls (und 50% des Erdgases und 80% der Kohle) müssen im Boden bleiben, um die Klimaerwärmung auf 2 ° C zu begrenzen.

"Shell versucht mit einer Image-Kampagne von seinem riskanten Vorhaben und unverantwortlichen Profitstreben abzulenken", sagt Alexander Büttner, Aktivist der Kasseler Greenpeace-Gruppe. "Das die US-Regierung grünes Licht für Shells Arktis-Projekt gibt, bedeutet, dass Präsident Obama das Schicksal der Arktis in die Hände von Shell legt. Das ist unverantwortlich, denn der Konzern spielt mit dem Leben zahlreicher Tiere und der Lebensgrundlage der Menschen, die in der Arktis leben."

Wir fordern Shell eindringlich auf, die Bohrpläne in der Arktis sofort zu stoppen. Das Leben in der Arktis ist zu kostbar, um dort einen Ölunfall zu riskieren!

Unterstützen Sie diese Forderung und schreiben Sie eine Protestmail an Dr. Peter Blauwhoff, den Chef von Shell in Deutschland.

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